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    Lehrstuhl für klinische Epidemiologie und Biometrie

    SICFAIL Kohortenstudie

    Leitung:

    Prof. Peter Heuschmann, Prof. Christoph Kleinschnitz, Prof. Oliver Ritter

    Koordination:

    Dr. Silke Wiedmann

    Projektbeteiligte:

    Daniel Mackenrodt, Dr. Caroline Morbach, Viktoria Rücker, Anika Quilitzsch, Timo Ludwig, Udo Selig

    Projektförderung:

    Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI)

    Stand:

    laufend; seit Januar 2014

    Kardiale Erkrankungen sind etablierte Risikofaktoren für einen ischämischen Schlaganfall. Auf der anderen Seite gibt es Hinweise aus Tierversuchen und Beobachtungsstudien, dass die Beziehung zwischen kardialen Erkrankungen und Schlaganfällen bidirektional ist und dass auch nach einem Schlaganfall vermehrt kardiale Dysfunktionen sowie kardiale Ereignisse auftreten. Neben einem erhöhten Risiko für vaskuläre Erkrankungen existieren eine Reihe weiterer schlaganfallassoziierter Komorbiditäten, die die Prognose von Schlaganfallpatienten beeinflussen; hierzu zählen z.B. Depression und kognitive Einschränkungen.

    Die SICFAIL Kohortenstudie verfolgt das Ziel, die Prävalenz von systolischer Dysfunktion nach einem ischämischen Schlaganfall abzuschätzen, deren Einflussfaktoren zu identifizieren und den natürlichen Verlauf von systolischer Dysfunktion nach ischämischem Schlaganfall zu beschreiben. Daher sind neben der Basisuntersuchung auch Nachuntersuchungen 3- und 6 Monate nach dem ischämischen Schlaganfall bei Patienten mit Hinweis auf mögliche Störungen der kardialen Funktion geplant.

    Weiterhin soll das Langzeitrisiko kardiovaskulärer Erkrankungen bis zu 5 Jahre nach erstmaligem ischämischem Schlaganfall bestimmt werden sowie unabhängige Prädiktoren auf die beobachteten Risikoverläufe identifiziert werden. Die Darstellung des natürlichen Verlaufs von schlaganfallassoziierten Komorbiditäten wie Depression und Einschränkung kognitiver Funktionen bis zu 5 Jahre nach erstmaligem Schlaganfall sowie die Beziehung dieser Komorbiditäten zu kardiovaskulären Erkrankungen sollen zudem identifiziert werden.

    Insgesamt werden 750 Patienten mit ischämischem Schlaganfall auf der Stroke Unit des Universitätsklinikums Würzburg rekrutiert und 5 Jahre nachbeobachtet. Alle Patienten, bei denen in der Akutphase Hinweise auf mögliche Störungen der kardialen Funktion vorliegen, werden in den Räumlichkeiten der gemeinsamen epidemiologischen Untersuchungsstraße des IKE-B und des DZHI 3 und 6 Monate nach dem Schlaganfall nachuntersucht. Alle Patienten werden jährlich nach Erstereignis telefonisch oder postalisch kontaktiert und zu ihrem Gesundheitszustand befragt.

    Auf dem Kongress der European Stroke Organisation 2016 in Barcelona konnten die ersten Ergebnisse der SICFAIL-Studie präsentiert werden. http://www.esoc2016.com/scientific-information-abstracts/interactive-programme#.V1mUfeR1ZyE

    Die Studie ist ein Kooperationsprojekt des Institutes für Klinische Epidemiologie und Biometrie (IKE-B) der Universität Würzburg und der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Würzburg im Rahmen des Deutschen Zentrums für Herzinsuffizienz (DZHI).

    Projektinformationen: Download  Studien Flyer

    Kontakt

    Lehrstuhl für Klinische Epidemiologie und Biometrie
    Josef-Schneider-Straße 2
    Haus D7
    97080 Würzburg

    Tel.: +49 931 201-47308
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