English Intern
    Lehrstuhl für klinische Epidemiologie und Biometrie

    Qualitätssicherung invasiver Verfahren zur Therapie von Parkinsonpatienten in der klinischen Routine in Deutschland

    Leitung:Prof. Jens Volkmann, Prof. Peter Heuschmann
    Koordination:Dr. Frank Steigerwald, Dr. Kirsten Haas
    Projektbeteiligte:Kliniken der Neurologie in Deutschland
    Projektförderung:Deutschen Parkinson Gesellschaft e.V. (DPG e.V.)
    Stand:laufend; seit Juli 2016

    Das idiopathische Parkinson-Syndrom ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Es ist durch einen fortschreitenden neurodegenerativen Krankheitsverlauf gekennzeichnet. Seit einigen Jahren steht eine Reihe von neuen Therapieverfahren zur Behandlung des Parkinson-Syndroms zur Verfügung, die das Auftreten von Spätkomplikationen zeitlich aufschieben können. Hierzu zählen innovative invasive Therapieverfahren wie die intrajejunale Infusionstherapie L-Dopa zur Behandlung des Morbus Parkinson im fortgeschrittenen Stadium, die kontinuierliche subkutante Pumpenapplikation von Apomorphin bei ausgewählten Indikationsstellungen sowie die tiefe Hirnstimulation bei fortgeschrittenen Stadien der Parkinsonerkrankung.

    Diese invasiven Therapieverfahren sind technisch aufwendig und erfordern in ihrer Anwendung eine hohe Expertise der behandelnden Einrichtungen. Es gibt jedoch bisher keine gebündelten Aktivitäten zur Qualitätssicherung dieser komplexen Verfahren. Aus diesem Grund sollen im Rahmen des Projektes nachhaltige Strukturen etabliert werden, um eine hohe Behandlungsqualität der Patienten mit Parkinson-Syndrom sicherzustellen, die mittels eines der innovativen therapeutischen Verfahren in Deutschland neu eingestellt werden.

    Im Einzelnen verfolgt das Projekt folgende aufeinander aufbauende Ziele:

    1.    Definition von standardisierten evidenzbasierten Qualitätsindikatoren zur Sicherstellung der Qualität invasiver Therapieverfahren bei Patienten mit Parkinson-Syndrom

    2.    Etablierung von nachhaltigen Strukturen der Qualitätssicherung der stationären Neueinstellung von Patienten mit Parkinson-Syndrom mittels invasiver Therapieverfahren

    3.    Durchführung von regelmäßigen Benchmarking Aktivitäten zwischen den beteiligten Einrichtungen zur Darstellung der Qualität der medizinischen Versorgung im klinischen Alltag

    Vorgesehen ist, Maßnahmen zur Qualitätssicherung in Zusammenarbeit mit den stationären Einrichtungen für jedes einzelne der genannten innovativen Verfahren zu entwickeln.

    Das QualiPa-Register wurde präsentiert:

    • 3. Workshop AG Tiefe Hirnstimulation - Bad Homburg 20.11.2015:Register: Ziele und Inhalte - Qualitätssicherung innovativer invasiver Verfahren zur Therapie von Parkinsonpatienten in der klinischen Routine in Deutschland - Tiefe Hirnstimulation (QualiPa-THS)
    • 89. Kongress der DGN – Mannheim 21.09.2016: Qualitätssicherung in der Versorgung von Parkinsonpatienten mit Tiefer Hirnstimulation
    • Internationalen 1. DBS Summit – Würzburg 02.12.2016: German quality register for DBS
    Kontakt

    Lehrstuhl für Klinische Epidemiologie und Biometrie
    Josef-Schneider-Straße 2
    Haus D7
    97080 Würzburg

    Tel.: +49 931 201-47308
    E-Mail

    Suche Ansprechpartner

    Medizin, Geb. D7